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Depressionen? Verabrede dich!

Dieser Titel mag befremdlich klingen, wenn du gerade unter einer Depression leidest. Dann wirst du dich vermutlich überhaupt nicht danach fühlen, dich mit irgend jemandem zu treffen. Vielleicht verkriechst du dich sogar am liebsten zuhause auf dem Sofa. Kurzfristig mag dich das erleichtern. Immerhin musst du dann nicht mit anderen über dich sprechen, musst ihnen nicht zuhören, musst dich nicht unwohl oder verunsichert fühlen. Auf dem Sofa kannst du das alles wunderbar vermeiden.

Allerdings wird dir dein Sofa auch nicht erzählen, was es gerade Lustiges erlebt hat. Es wir keine Pläne für einen Mädelsabend mit dir schmieden und es wird auch nicht ehrlich nachfragen, wie es dir heute geht. Was für ein Verlust! Alles das wirst du nur in einer guten Beziehung mit Freunden oder Familie erleben. 

Verbundenheit ist ein nährendes Gefühl!

Freunde
Sich mit anderen verbunden zu fühlen macht glücklich und selbstbewusst.

Möchtest du dich nicht auch mal wieder als wertvoller Teil einer Gemeinschaft fühlen? Dich gemocht und wertgeschätzt fühlen? Gemeinsam mit anderen Lachen? Das Gefühl der Verbundenheit ist ein unglaublich nährendes Gefühl und für uns Menschen essentiell. Wir sind soziale Wesen und brauchen das Gefühl, ein Teil der Gemeinschaft zu sein. Erst dann fühlen wir uns so richtig wohl in unserer Haut.

Wie kannst du das erreichen, wenn du doch gerade den Impuls verspürst, dich viel lieber zuhause zurückzuziehen? Wenn dich negative Gedanken quälen, dass du nichts zu geben hättest oder dass du nicht wertvoll seist?

4 Tips für ein gelungenes Treffen mit Freunden oder Familie

  1. Überlege dir, was du auf Nachfragen nach deinem Befinden antworten willst! Häufig liegt der Grund für einen Rückzug von Freunden und Familie darin, dass Erkrankte Angst davor haben, nicht verstanden zu werden. Der Eindruck, unzulänglich zu sein, löst zusätzlich Scham aus. Dann ist der Impuls, sich von anderen zurückzuziehen, meist sehr stark. Überlege dir also vorab eine Antwort, mit der du dich wohl fühlst. Dabei kannst du auch unterscheiden, wem du etwas mehr über dich erzählen möchtest und bei wem du dich eher kurz fassen willst.
  2. Konzentriere dich darauf, welche angenehmen Gefühle du erleben willst! Hast du dich dazu entschlossen, dich mit einer Freundin oder einem Familienmitglied zu verabreden, dann überlege dir, welche Gefühle du mit diesem Menschen erleben möchtest. Möchtest du dich gemocht fühlen, dich freuen oder dich verbunden fühlen? Dann überlege dir, wie du dieses Gefühl am besten erreichen kannst. Wie wäre es beispielsweise mit einer gemeinsamen Aktivität, bei der ihr schon häufig gemeinsam gelacht habt? Ein lustiger Mädelsabend oder ein kleiner Ausflug? Oder es fällt dir einfacher, dich erst einmal mit deiner besten Freundin zu einem Kaffee zu verabreden.
  3. Teilt positive Erlebnisse miteinander! Nimm dir vor, dich mit deinen Lieblingsmenschen auf angenehme Gespräche zu konzentrieren. Unterhaltet euch beispielsweise über gemeinsame frühere Erlebnisse. Teilt positive Erlebnisse miteinander und vermeide erst einmal über deine aktuellen Schwierigkeiten zu sprechen. Auf diese Weise kannst du erst einmal angenehme Gefühle verstärken und dich verbunden fühlen. Das macht es für dich leichter, dich wieder häufiger mit anderen zu verabreden.
  4. Besprich schwierige Themen erst, wenn du dich mit anderen wohl fühlst! Wenn du wieder mit deiner Familie und deinen Freunden verbunden und gemocht fühlst, kannst du natürlich auch deine Probleme mit ihnen besprechen. Mache dir dabei jedoch bewusst, was du in solch einem Gespräch erreichen willst. Willst du verstanden werden oder möchtest du einen Lösungsweg finden? Auf diese Weise fällt es dir einfacher, dich zu fokussieren und dir Strategien zu überlegen, wie du diese Ziele erreichen kannst.

Fokussiere dich auf deine Ziele

Und nun wünsche ich dir ganz viel Spaß bei deinem nächsten Mädelsabend, Kaffeeklatsch oder gemütlichen DVD-Abend. Was auch immer dir Freude bereitet, tut wonach es dir ist, aber bitte in guter Begleitung!

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