Psychotherapie was ist das blogpost

Wer oder was ist ein Psychotherapeut?

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Psychotherapeuten sind gut ausgebildete Experten

Psychotherapie gewinnt angesichts der steigenden Zahlen von Depressionen und Ängsten immer mehr an Bedeutung. Vielleicht hast du dich schon einmal gefragt, wie man eigentlich Psychologischer Psychotherapeut wird. 

In diesem Artikel werde ich dir den Ausbildungsweg beschreiben, der bis heute Standard ist. Du erfährst also, weshalb ein Psychotherapeut ein Experte für psychische Störungen ist. Wie du vielleicht schon in den Medien gelesen oder gehört hast, soll nun ein Studium für „Psychotherapie“ entwickelt werden. 

Die Berufsbezeichnung ist übrigens geschützt. Er darf nur von demjenigen getragen werden, der den im Folgenden beschriebenen Ausbildungsweg erfolgreich absolviert hat.

Psychologische Psychotherapeuten durchlaufen eine lange Ausbildung

Der Startpunkt des langen Ausbildungsweges eines Psychotherapeuten ist das Studium der Psychologie. 

Der frühere Diplom-Studiengang zog sich über 8 Regelsemester (4 Jahre) hin. Die meisten Studenten benötigten jedoch neun oder zehn Semester, denn die Inhalte haben es in sich. 

Bereits im Grundstudium lernt der Student die Grundlagen der Psychologie kennen: Allgemeine Psychologie, Sozialpsychologie, Biologische Psychologie, Statistik für die Forschung, Entwicklungspsychologie und einiges mehr. 

Nach der ersten großen Hürde, dem Vordiplom, entschied sich jeder Student für eine Vertiefung und einen Schwerpunkt. Beim angehenden Psychotherapeuten waren dies meist die Fächer Klinische und Pädagogische Psychologie.

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Das Psychologiestudium ist der Beginn des Ausbildungsweges

Heute gliedert sich das Studium in ein Bachelor- und ein Master-Studiengang. Möchte ein Student später den Beruf des Psychotherapeuten erlernen, benötigt er einen Master-Abschluss. 

Um für diesen Studiengang zugelassen zu werden, muss er bereits im Bachelor-Studium allerbeste Noten erreichen, denn die Master-Plätze sind begrenzt. 

Nach dem Studium schließt sich eine Therapieausbildung an. Dieses kann in drei Jahren Vollzeit oder fünf Jahren Teilzeit absolviert werden. In dieser Zeit verdient der Teilnehmer nur wenig bis kein Geld und muss dennoch die Kosten der Ausbildung tragen.

Nach dem Psychologiestudium folgt die Weiterbildung

Die Ausbildung lehrt schließlich die Behandlung von psychischen Störungen.

Aktuell gibt es vier anerkannte Richtlinienverfahren, die zur Abrechnung mit den Krankenkassen befähigen: 

Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologisch fundierte sowie Analytische Psychotherapie und seit Neuestem auch Systemische Psychotherapie. 

Insgesamt muss der Ausbildungskandidat 600 Stunden Theorie, 1800 Stunden praktische Tätigkeit (in Kliniken, Ausbildungsambulanzen oder Psychotherapiepraxen), 600 Behandlungsstunden unter Supervision und 150 Stunden Supervision absolvieren. 

Die Selbsterfahrung nimmt ebenfalls einen wichtiger Teil der Ausbildung ein. 

Eine staatliche schriftliche Prüfung sowie eine zweistündige mündliche Prüfung schließen die Ausbildung ab.

Warum sind Psychologische Psychotherapeuten Experten auf ihrem Gebiet?

Psychotherapeuten investieren also insgesamt zehn bis zwölf Jahre in ihre Ausbildung. In dieser Zeit erwerben sie ein unglaublich breit gestreutes Wissen sowohl über Psychologie im Allgemeinen als auch über psychische Störungen und deren Behandlung. 

Das Wissen wird dabei fortwährend in der Praxis und unter Anleitung vertieft. Selbstredend, dass die Absolventen die Verleihung des Berufstitels besonders feiern!

Der Abschluss des Ausbildungsweges ist das Staatsexamen

Nach dem Abschluss arbeiten die meisten Therapeuten zunächst einige Jahre in verschiedenen Kliniken. 

Entscheidet sich ein Therapeut schließlich, eine eigene Praxis mit einer Kassenzulassung zu erwerben, ist er verpflichtet, sich weiter fortzubilden.  

So muss der Therapeut alle fünf Jahre 250 Fortbildungspunkte nachweisen.

Auf diese Weise wird gewährleistet, dass die psychotherapeutische Behandlung den neuesten Forschungen und Entwicklungen entsprechen.

Es gibt auch ärztliche Psychotherapeuten

Diese haben zunächst ein Medizinstudium absolviert und sich nach dem Abschluss in der Psychotherapie weitergebildet. Ärztliche Kollegen durchlaufen dabei einen ähnlichen Ausbildungsweg. 

In der Weiterbildung werden dieselben Inhalte vermittelt, es müssen jedoch weit weniger praktische Stunden absolviert werden. Nach Abschluss der Ausbildung können auch die Ärzte eine Approbation (Zulassung) als Psychotherapeuten erwerben.

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